
Winfried Wurm
Dipl.-Architekt
Schrundenweg 3
87629 Füssen
Tel. 08362 7400
Fax 08362 39531
E-Mail: wurm.w@gmx.de
Lebenswegdaten
11.7.1936 geboren in Füssen/Allgäu
1957 Abitur
1957-1958 Technische Hochschule München, Architektur
1958-1962 Hochschule für Gestaltung Ulm, Abteilung Bauen, Diplom
1962-1963 Angestellter in Fertigbauindustrie
1963-1964 Angestellter in Architekturbüro
1964-1965 Angestellter als Direktionsassistent einer großen Bauträgergesellschaft
1965-1997 Selbständige Unternehmen: Architekturbüro, Bauträger- und Baubetreuungsunternehmen
1998 bis heute Verwaltung eigner Immobilien
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Das Phänomen hfg Ulm (1953-1972)
Als Architekturstudent der der Technischen Hochschule in München erfuhr ich durch die Beilage in einem Taschenbuch von Walter Gropius erstmals von der Hochschule für Gestaltung Ulm.
Mir sagte das Konzept vom modernen und industrialisierten Bauen und der Hochschule
zu.
Während des Studiums an der hfg beeindruckten mich der wissenschaftliche Ansatz bei Gestaltungsproblemen, der Campus und der enge Kontakt zu den Dozenten.
Bei komplexen und/oder schwierigen Planungsaufgaben, wie z.B. bei Bausystementwicklungen, waren mir die Kenntnisse der hfg-Ausbildung sehr hilfreich.
Sehr förderlich hierbei war die Erfinderverordnung von 1951. Sie förderte patentfähige
Bausysteme u.a. mit einer 50-prozentigen Einkommensteuerermäßigung. Leider fiel diese VO
1989 der Steuerreform zum Opfer.
Da in den Jahren um 1968 der Zeitgeist drehte, mußte ich zunehmend wieder in handwerklichen Konstruktionen planen.
Eine interessante Anwendung der hfg-Methoden ergab sich im Marketing von Bauträgerunternehmen, da hier die Entscheidungen sehr weitreichend sind, die Aufgaben komplex und der Bedarf in statistischen Größen gegeben sind. Der Kostendruck ist hier bei vielfältigen Risiken sehr hoch.
Auch außerberuflich waren mir die Kenntnisse
der hfg-Ausbildung hilfreich, z.B. die multiple Faktorenanalyse bei einem Allergieproblem,
der spieltheoretische Ansatz in Konkurrenzsituationen, die Black-Box-Analyse bei einem Steuerproblem, die Lineare Programmierung bei
Optimierungen, die Logistik und statistische Methoden bei Rechtsproblemen.
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Appartementhaus-System, 1968
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Arbeiten "nach Ulm":
Das Appartementhaus-System
wurde aufgrund einer eingehenden Marktanalyse
entwickelt.
Es ist praktisch auf jedem Grundstück anwendbar durch seine Anpaßbarkeit in der Anzahl der Geschosse (von 1-16), durch seine Anpaßbarkeit in der Form der Dächer (Flachdach, Satteldach 26° oder 32°), durch seine Anpaßbarkeit in der Ausführung des Erdgeschosses als Tief- oder Hochparterre, durch seine Anpaßbarkeit in seiner Länge (in 5-Metersprüngen von 5 m bis unendlich), durch seine Staffelungsmöglichkeit (alle 15 m kann das Haus sowohl in der Tiefe, als auch in der Höhe gestaffelt werden) und durch seine variable Aufteilung in verschiedene Wohnungstypen (1-Zimmerwohnung, 2-Zimmerwohnung, 3-Zimmerwohnung, 4-Zimmerwohnung, Reihenhaus, Doppelhaus).
Qualitative Merkmale der Bauten:
Hohe Schalldämmung, hohe Wärmedämmung, hoher Wohnwert der Wohnungen, 95% Senkung des üblichen Planungsaufwandes (in Kosten und Zeit) einschließlich aller Projekte, Typengeprüfte Statik und Prüfstatik, Genaueste Kalkulation, Wohnungsaufteilung nach Bedarf, 10-30% Senkung der Baukosten, 40% Senkung der Bauzeit
Vom Bundeswirtschaftsministerium als
"volkswirtschaftlich wertvolle Erfindung" anerkannt.
Etliche Linzenzvergaben und Ausführungen sind erfolgt.
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Pneumatische Tonnenschale
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Bausystem für pneumatische Schalen
Die selbsttragenden Schalen werden durch Doppelkegel, die auf der Innenseite nicht geknickt sind, gebildet. So lassen sich gekrümmte Gebäudequerschnitte wie z.B. Tonnen oder Kuppeln herstellen.
Die pneumatischen Schalen werden aus 2 Membranlagen, die miteinander vernäht werden, hergestellt.
Da die Nähte durchlaufen, gibt es keine Verbindungsprobleme zwischen den Elementen einer Sektion. Für die innere Membrane läuft das beschichtete Gewebe ohne Zuschnitt und Bearbeitung von der Rolle. Die äußere Membrane wird von der Rolle in Abständen, die er halben Länge der Doppelkegel entsprechen, gefaltet und in der Falte bogenförmig abgenäht.
Hierauf werden die innere und äußere Membrane zur Deckung gebracht und geradlinig miteinander vernäht.
Wenn eine hohe Wärmedämmung und die Aufnahme von Schneelasten notwendig sind, wird in die Kammern statt Druckluft Hartschaum in Form eines Gemisches von Harz, Treibmittel und Härter eingebracht, das selbst hochtreibt und einen einstellbaren Überdruck erzeugt, bevor es nach etwa 3 Minuten erhärtet.
Die Zahl der Knickpunkte des Tragwerkes kann willkürlich festgelegt werden. Von ihrer Zahl hängt der Schlankheitsgrad der Doppelkegel ab.
Durch die Kombination von Einzelsektionen lassen sich viele Grundrißformen darstellen.
Das System erhielt das Bundespatent 1930563.
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Würfelsystem: Tetraeder mit Lichtbrechungen
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Polyeder-Systeme
Um die 23 möglichen regulären und semiregulären Polyedersysteme physisch darstellen zu können, wurde eine patentierte Steckverbindung entwickelt, die die verschiedenen Polyeder über die Flächen und/oder die Kanten und/oder die Ecken kraftschlüssig verbindet.
Die Polyeder und die Steckverbinder werden im
Spritzgußverfahren aus Kunststoffen hergestellt.
Das System erhielt das Bundespatent 3536996.
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Würfelsystem: Oktaeder mit Lichtbrechungen
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